
Steillagen, nach Süden und zur Mosel ausgerichtet, sorgen
für das perfekte Klima. Der Südhang garantiert von morgens
bis abends nahezu schattenloses Sonnenlicht, das auch durch
den Fluss auf den Weinberg reflektiert wird. Überdies
speichert die Mosel wie der Schieferboden die Wärme der
Sonne und gibt sie nachts oder an kühleren Tagen an die
Reben ab. Dieses Mikroklima sorgt für eine lange
Vegetationsperiode, in der die Trauben langsam reifen und
dabei ihre erfrischende Säure bewahren.
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Der steinige Schieferboden speichert die Sonnenwärme und
sorgt so in kühleren Nächten für einen ausgeglichenen
Wärmehaushalt im Weinberg. Aber der Schiefer bewirkt noch
mehr. Er ist sehr kaliumhaltig und bietet den Rebstöcken
eine reichhaltige, natürliche Mineralienquelle, die auch in
den Trauben ankommt. So prägt der Schiefer in
unverwechselbarer Weise den mineralischen Geschmack unserer
Rieslinge.
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Die Reblaus hat im 19. Jahrhundert viele europäische
Weinberge heimgesucht und vernichtet. Zur Abwehr haben etwa
die französischen Winzer ihre Rebstöcke mit amerikanischen,
reblausresistenten Reben bepfropft. Die sehr steinigen und
skeletthaltigen Schieferböden vieler Mosel-Lagen waren für
die Ausbreitung der Reblaus ein natürliches Hindernis. Sie
blieben verschont. Das Weingut Dr. Loosen verfügt
ausschließlich über Weinbergsparzellen mit wurzelechten, bis
zu 100 Jahre alten Rebstöcken. Beim Wein gilt: Je oller,
desto doller. Soll heißen: Alte, tief wurzelnde Reben geben
zwar einen geringeren Ertrag, liefern dafür aber besonders
extraktreiche, mineralische Moste.
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